Windräder in Groß-Rohrheim?

Windräder in Groß-Rohrheim?

Bildquelle: pixabay.com

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung hat die SPD einen Prüfantrag zur Errichtung von Windkraftanlagen in der Groß-Rohrheimer Gemarkung gestellt. Dabei sollten Wirtschaftlichkeit, Kosten und Zuschüsse sowie die Gewerbesteuereinnahmen geprüft werden. Zudem die Hintergründe, ob der Wind bei uns überhaupt ausreichend stark weht. Bei den Beratungen in unserer Fraktion wurde festgestellt, dass für unsere relativ kleine Gemarkung und ihre Bevölkerung seit Jahrzehnten verschiedene Belastungen bestehen die nicht noch erhöht werden sollte. Da sind z.B. die Trinkwasserförderung für das Rhein-Main-Gebiet, verbunden mit der Grundwasserabsenkung und der Schädigung des Gemeindewaldes, die Freileitung in der Feldgemarkung mit der damit verbundenen Strahlung, der immense Güterzugverkehr mit den damit verbundenen Lärmbelastungen sowie die massive Kiesförderung zur Rohstoffsicherung in Südhessen, verbunden mit dem Verlust von rund 200.000qm landwirtschaftlicher und natürlicher Flächen. Nicht zu vergessen die jahrzehntelangen Belastungen durch das Kernkraftwerk und die noch Jahrzehnte dauernde Zwischenlagerung von radioaktivem Müll; falls überhaupt jemals ein Standort für ein Endlager gefunden wird. Aus all diesen Gründen haben wir uns dafür entschieden, dass es unserer Ansicht nach keiner Prüfung dieser Sache bedarf. Groß-Rohrheim darf alleine schon aufgrund der Nähe möglicher Standorte zur Wohnbebauung und der damit verbundenen Lärmbelästigung kein Windkraftstandort werden.

Keine Frage – es muss alles dafür getan werden, dass die Energiewende gelingt und wir wegkommen von fossilen Brennstoffen. Für Groß-Rohrheim sehen wir da sehr gut Chancen durch die Installation hunderter PV-Module entlang der Lärmschutzwände der Deutschen Bahn und wenn sich das EWR endlich einmal bemüht den Leistungsschwachen Trafo in der südwestlichen Feldgemarkung zu verstärken, dass könnte endlich auch die von der Fa. Omlor vorgesehene riesige PV-Anlage auf der Kiesgrube ans Netz gehen.

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