Freie Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim kämpfen für eine Badestelle

Freie Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim kämpfen für eine Badestelle

Immer wieder ist zu hören oder zu lesen, wie wichtig den Behörden und erst recht der Politik, die Meinungen betroffener Bürgerinnen und Bürger sind. In der Praxis sieht das leider oft ganz anders aus. Jüngstes Beispiel ist die am 23.07.2025 erfolgte Zustimmung des Regierungspräsidiums Darmstadt zu den Ausbauplänen der Firma Omlor in Groß-Rohrheim. Omlor beantragte die Erweiterung der bestehenden Kiesgrube um rund 14 Hektar., was in etwa der Größe von 20 Fußballfeldern entspricht. Sowohl auf der neuen Fläche als auch auf einem Teil der bestehenden Kiesgrube soll bis zu einer Tiefe von 60 Metern Kies und Sand abgebaut werden.

Die Gemeindevertretung hatte dazu am 11.07.2024 auf Antrag der Freie Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim mit großer Mehrheit den nachfolgenden Beschluss gefasst: „„Die Zustimmung zu dem Antrag der Firma Alois Omlor GmbH erfolgt unter dem Vorbehalt, dass der Antragsteller vor Beginn des Abbaus auf den im Antrag benannten Grundstücken eine genehmigungsfähige Planung zur Schaffung einer Bademöglichkeit an der Kiesgrube vorlegt. Deren Realisierung darf nicht an das Ende des Kiesabbaus verschoben werden, vielmehr soll sie innerhalb von ca. zwei Jahren nach Abbaubeginn möglich sein.“ Die Wählergemeinschaft möchte damit dem großen Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger Rechnung tragen, dass in der viele Jahrzehnte als Badesee genutzten Kiesgrube in absehbarer Zeit das Baden wieder möglich wird. Beispiele in der näheren und weiteren Umgebung sind Beweis dafür, dass Bagger- und Badebetrieb möglich sind und sich nicht gegeneinander ausschließen. Das Angebot des Betreibers, dass am Ende des Kiesabbaus möglichweise eine Badestelle eingerichtet werden könnte, ist für die Freie Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim keine Option. Schließlich soll der Abbau 20 oder 25 Jahre lang dauern.

Besonders ärgerlich ist die Tatsache, dass in der jetzt veröffentlichten Genehmigung des Darmstädter Regierungspräsidiums nicht ein Wort zu der einschränkenden Stellungnahme der Gemeindevertretung enthalten ist. Bürgernähe sieht anders aus! In der Zeit vom 20.08. bis zum 03.09. liegt der Planfeststellungsbeschluss im Groß-Rohrheimer Rathaus öffentlich aus. Außerdem ist er auf der Website des Regierungspräsidiums einsehbar. Wir werden prüfen, ob Widerspruch gegen den Planfeststellungsbescheid möglich ist und diesen bis zum Ende der Offenlegungsfrist auch einlegen.  Auf jeden Fall werden wir weiter für eine Badestelle in Groß-Rohrheim kämpfen.

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